Skisport

Internationales
Damenskispringen in Pöhla

Die Anfänge

Erstmalig in der Geschichte des Pöhlaer Wintersports und damit der Pöhlbachschanze gab sich im September 2002 die internationale Riege der skispringenden Damen in Pöhla die Ehre. 
Vor ca.500 Zuschauern gingen auf der Pöhlbachschanze zunächst das offizielle Training und der Probedurchgang und dann natürlich auch beide Wertungsdurchgänge über die Bühne. In einem dichten Leistungsfeld wurde Daniela Iraschko aus Österreich Erste vor Eva Ganster, ebenfalls aus Österreich und Jessica Jerome aus den Vereinigten Staaten.

Zum zweiten Mal nach 2002 war der SV Fortuna Pöhla Ausrichter eines Internationalen Damenskispringens. 

Bereits Wochen vorher war bekannt, dass man in diesem Jahr zudem im Rahmen der FIS-Ladies-Tour auch die Deutsche Meisterschaft im Damenskispringen ausrichten darf. Dies war nicht zuletzt ein Dank der Internationalen und Nationalen Skiverbände an den SV Fortuna Pöhla für die gute Ausrichtung und Organisation im letzten Jahr. 

So war Pöhla am 16. und 17. August 2003 erneut Station der Sommertournee für die skispringenden Damen. Begonnen hatte die Tournee in Bischofshofen(AUT) und führte über Pöhla und Klingenthal nach Meinerzhagen im Sauerland.

Anette Sagen aus Norwegen war schon am Samstag eine Klasse für sich und konnte, nach dem Sieg in Bischofshofen, vor zahlreichen Zuschauern und bei strahlendem Sonnenschein auch den Wettkampf in Pöhla in beindruckender Manier für sich entscheiden. Den zweiten Platz erreichte Ulrike Gräßler vom VSC Klingenthal vor Henriette Smeby, ebenfalls aus Norwegen. Gräßler wurde damit Deutsche Meisterin vor Kristin Schmidt vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und Angelika Kühorn vom SC Bischofsgrün. Am Sonntag stand dann der Teamwettbewerb an, bei dem die Damen aus Norwegen an die Leistungen des Vortages anknüpften und die Konkurrenz vor Deutschland und Österreich für sich entschieden. Der SV Fortuna Pöhla konnte damit erneut einen super organisierten Wettkampf ausrichten und kann damit guter Hoffnung sein, auch im nächsten Jahr Station dieser Tournee zu sein.

Anette Sagen (NOR) gewinnt 2. Internationales Damenskspringen in Pöhla Ulrike Gräßler (VSC Klingenthal) wird Deutsche Meisterin

Anette Sagen aus Norwegen hat das zweite Internationale Damenskispringen in Pöhla gewonnen. Ulrike Gräßler vom VSC Klingenthal, wurde Zweite. Auf den dritten Platz kam Henriette Smeby, ebenfalls aus Norwegen. Bei herrlichem Sonnenschein und zahlreichen Zuschauern überragte Anette Sagen die Konkurrenz und konnte auch mit 66 Metern den weitesten Sprung des Tages stehen. Ulrike Gräßler wurde Deutsche Meisterin 2003 vor Kristin Schmidt vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und Angelika Kühorn vom SC Bischofsgrün. 

Norwegen gewinnt Teamwettbewerb

Die norwegische Mannschaft mit Anette Sagen, Henriette Smeby und Kristin Fridtun hat am Sonntag souverän den Teamwettbewerb gewonnen. Anette Sagen war erneut eine Klasse für sich. Deutschland in der Besetzung Gräßler, Mohr, Schmidt wurde Zweiter vor Österreich mit Katrin Stefaner, Tanja Drage und Magdalena Kübli.

Damenskispringen 2004

Bereits zum dritten Mal war am 12.08.2004 der SV Fortuna Pöhla Ausrichter eines internationalen Damenskispringens. Das Starterfeld hat mittlerweile eine beachtliche Größe erreicht. 44 Starterinnen boten den ca. 600 Zuschauern einen überaus attraktiven Wettkampf. Mit Reinhard Heß konnte der SV Fortuna Pöhla zudem einen prominenten Gast begrüßen. Der ehemalige Trainer der Herren-Nationalmannschaft lobte die Bemühungen um den Damenskisprung und verfolgte aufmerksam das Geschehen.Nachdem im letzten Jahr die Norwegerinnen groß abgeräumt hatten, gab es diesmal einen Doppelerfolg durch Österreich. Eva Ganster und Daniela Iraschko konnten lediglich durch Lindsey Van aus den Vereinigten Staaten, die auf dem dritten Rang einkam, in Bedrängnis gebracht werden. Die Siegerehrung wurde durch den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg, Herrn Perry, und die Bürgermeisterin der Gemeinde Pöhla, Frau Grund durchgeführt. Frau Grund hatte die Damen bereits während der Startnummernübergabe am Vorabend begrüßt.

Eva Ganster aus Österreich hat das 3. Internationale Damenskispringen in Pöhla gewonnen.

Daniela Iraschko, ebenfalls aus Österreich wurde Zweite. Auf dem dritten Rang landete Lindsey Van aus den Vereinigten Staaten.4.Line Jahr (NOR) 5. Tanja Drage (AUT) 6.Monika Podladic (SLO). Bei herrlichem sommerlichen Wetter war Eva Ganster, der "Oldie" im Feld der skispringenden Damen, nicht zu schlagen. Sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang konnte sie den weitesten Sprung stehen und verwies damit die Konkurrenz auf die Plätze. Komplettiert wurde der österreichische Doppelerfolg durch Daniela Iraschko.Damit haben die Mädels aus Österreich den vor allem von den Fotografen umworbenen Springerinnen aus Norwegen in diesem Jahr eindeutig die Show gestohlen. Die Vorjahressiegerin Anette Sagen landete nur auf Platz 15. Ulrike Gräßler, im letzten Jahr noch zweite in der internationalen Konkurrenz und zudem Deutsche Meisterin, war schon in Bischofshofen auf Grund einer komplizierten Handverletzung ausgeschieden.

FIS Continental Cup Skispringen 2005

Bereits zum vierten Mal gaben sich am 11.08.2005 die weltbesten Damen im Skispringen in Pöhla die Ehre. Der FIS-Ladies-Cup 2005 hat mit Blick auf die Olympischen Spiele 2010, bei denen voraussichtlich erstmals in der olympischen Geschichte auch die skispringenden Damen zum Zuge kommen werden, durch den Ski-Weltverband FIS eine enorme Aufwertungen erhalten. Eine Aufwertungen dahingehend, dass man einen Continental-Cup aus der Taufe hob, welcher zum Ziel hat, die Damen permanent unter Wettkampfbedingungen an das große Ziel 2010 heranzuführen. Natürlich wurden mit der Aufwertungen durch den Internationalen Skiverband auch höhere Anforderungen an den Veranstalter gestellt. Diesen Anforderungen konnte der SV Fortuna Pöhla mit Hilfe vieler Sponsoren und Helfer im Umfeld des Vereines erneut gerecht werden. 

Im Mittelpunkt steht jedoch selbstverständlich der Sport. Rund 1000 skisprungbegeisterte Zuschauer kamen dabei voll auf ihre Kosten. Die Konkurrenz der 33 startenden Damen entschied letztlich Anette Sagen aus Norwegen knapp für sich, gefolgt von Line Jahr, ebenfalls aus Norwegen, und Jessica Jerome aus den Vereinigten Staaten. Die Siegerehrung, gleich im Anschluss an die Sprungveranstaltung, führten der Schirmherr der Veranstaltung, Jens Weißflog, und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg, Herr Perry, durch. Die Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg konnte als Hauptsponsor für die Veranstaltung gewonnen werden. Unterstützt wurden sie vom Landrat des Landkreises Aue-Schwarzenberg, Herrn Matko und die Vorsitzende des SV Fortuna Pöhla e.V., Frau Anja Epperlein. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass es sich erneut um eine rundum gelungene Sache handelte, die ihre Belohnung dahingehend erfuhr, dass man bei der diesjährigen Veranstaltung bereits die Zusage fürs kommende Jahr erhielt. Termin wird Dienstag, der 08.08.2006 sein.

Anette Sagen (NOR) gewinnt das IV. Internationale
Damenskispringen in Pöhla !!!!

Anette Sagen aus Norwegen hat zum zweiten Mal das Internationale Damenskispringen in Pöhla gewonnen. Nachdem sie letztes Jahr nur auf Rang fünfzehn einkam, hatte die Konkurrenz in diesem Jahr nichts entgegenzusetzen. Die Vorjahresvierte Line Jahr, ebenfalls aus Norwegen, belegte den zweiten Platz vor Jessica Jerome aus den Vereinigten Staaten, die bereits bei der Erstauflage 2002 den Bronzerang belegte. 4.Lindsey Van (USA) 5. Yoshiko Kasai (JPN) 6.Abbey Hughes (USA) Knapp über 1000 Zuschauer verfolgten den spannenden Wettkampf. Am Ende war es denkbar knapp. Nur drei Punkte trennten die drei Erstplatzierten.

Damit haben die Norwegerinnen die Erfolge von vor zwei Jahren wiederholen können. Die im letzten Jahr siegreichen Österreicherinnen Eva Ganster und Daniela Iraschko konnten jedoch, ebenfalls wie Ulrike Gräßler vom VSC Klingenthal, verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

FIS Continental Cup 2006 in Pöhla

Bereits zum fünften Mal konnte der SV Fortuna Pöhla e.V. ein Internationales Damenskispringen ausrichten. Der FIS-Ladies-Cup hat mit Blick auf die Olympischen Spiele 2010 bereits im Vorjahr durch den Ski-Weltverband FIS eine enorme Aufwertungen erhalten. Eine Aufwertungen dahingehend, dass man einen Continental-Cup aus der Taufe hob, welcher zum Ziel hat, die Damen permanent unter Wettkampfbedingungen an das große Ziel 2010 heranzuführen. Ein Teilerfolg konnte mittlerweile erzielt werden. Bei der Nordischen Ski-WM 2009 in Liberec werden die Damen erstmal einen eigenen Wettkampf ausrichten. 2011 soll dann noch das Mannschaftsspringen hinzu kommen. Pöhla war einer der Veranstaltungsorte im Continental Cup 2006/2007 und reiht sich damit ein in eine Serie namhafter Wintersportorte, wie Bischofshofen, Park City, Calgary oder auch Sapporo. Jens Weißflog, der Schirmherr der Veranstaltung nahm gemeinsam mit Herrn Perry, den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg, und Herrn Matko, den Landrat des Landkreises Aue-Schwarzenberg, die Siegerehrung vor.

Deutscher Doppelsieg in Pöhla - Seyfarth vor Gräßler

Juliane Seyfarth (WSC Ruhla) hat in Pöhla in die absolute Erfolgsspur zurückgefunden und den Ladies Cup in der Erzgebirgsgemeinde vor Ulrike Gräßler aus Klingenthal für sich entschieden. Die Plätze 3-5 gingen mit Jessica Jerome, Alissa Johnson, Lindsey Van und Katie Willis komplett an den Nordamerikanischen Kontinent. Vor 1500 Zuschauern kam die Siegerin von Klingenthal, Anette Sagen, lediglich auf Platz 7 ein.

In einer äußerst spannenden Konkurrenz trennten die ersten zehn Plätz lediglich zehn Punkte. Seyfarth übernimmt damit die Führung im FIS Ladies Summer Cup vor Anette Sagen und Jessica Jerome. In der Gesamtwertung führt Seyfarth mit dem heutigen Sieg natürlich unangefochten ebenfalls vor Anette Sagen, die sich an Daniela Iraschko vorbeischieben konnte. Irascko war nicht am Start.

FIS Continental Cup 2007 in Pöhla – Wettkampf der Vierschanzentournee der Damen

Auch im Jahr 2007 wurde die Abteilung Ski des SV Fortuna Pöhla e.V mit der Durchführung des FIS-Continental-Cup beauftragt. Erstmalig in der Geschichte des Damenskispringens wird nun auch für die weiblichen Schanzenadler eine Vierschanzentournee durchgeführt und explizit als solche definiert. Gründungsmitglieder und Ausrichter der Vierschanzentournee sind Pöhla, Bischofsgrün im Fichtelgebirge, Bischofshofen in Österreich(ebenfalls Ausrichter der Vierschanzentournee bei den Herren) und Ramsau. Die erstmalig ausgerichtete Vierschanzentournee ist Bestandteil des FIS-Continental-Cup, vergleichbar mit dem Weltcup bei den Herren. Analog dem Herrenweltcup werden die Punkte im Continental-Cup vergeben. Für den Sieg gibt es 100 Punkte, Platz 2 bringt 80 Punkte ein, für Platz 3 gibt es 60 Punkte usw. Auch die Wertung der Vierschanzentournee erfolgt analog dem Herrenmodus. Durch Addition der Einzelergebnisse wird die Gesamtsiegerin ermittelt. Beginnen wird die Sommer-Tour am 12.August in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Pöhla wird die zweite Station sein. Das Finale der Sommerspringen findet mit den Ausrichtungsorten Lake Placid und Park City in den Vereinigten Staaten statt.Sämtliche Wettkämpfe, auch die Winterspringen, gehen in die Gesamtwertung des FIS Continental Cup Ski Jumping (Ladies) ein.

Pöhlbachschanze als Premierenort für die 1. Vierschanzentournee der Damen

Als man am 15.08.2007 an die Schanzenanlage von Pöhla kam, konnte man nur begeisterte und zufriedene Gesichter sehen. Etwa 1.500 Zuschauer, die das Terrain um die Pöhlbachschanze an diesem Nachmittag in Beschlag genommen hatten, sahen einen gutklassigen Wettkampf des 6. Internationalen Damenskispringens, der zugleich die Premiere für den 2. Austragungsort der 1. Vierschanzentournee der Ladies für den SV Fortuna Pöhla war.

Die tollkühnen Springerinnen, z. T. erst 13 Jahre alt, hielten die Zuschauer in allen beiden Durchgängen gefesselt. Nach dem Auftakt-Doppelsieg der Deutschen in Bischofsgrün hatten diesmal die Österreicherinnen die Nase vorn. Jaqueline Seifriedsberger setzte sich vor ihrer Landsfrau und zugleich 200-Meter-Weltrekordlerin Daniela Iraschko durch. Jenna Mohr vom SC Willingen belegte nach Platz 1 in Bischofsgrün den 3 Rang auf der Pöhlbachschanze und war damit beste Deutsche. Die Siegerin erhielt auch in diesem Jahr traditionsgemäß eine schmackhafte Torte, gebacken von Frau Inge Beck, überreicht.

Bei diesem Wettbewerb konnte man sehen, wie rasant sich die junge Sportart des Damenskispringens in den letzten Jahren entwickelt hat. 2002 fand in Pöhla erstmals ein Damenwettkampf statt. Neun Athletinnen gingen damals in die Lüfte und die Zuschauer konnte man an beiden Händen abzählen. Schon 5 Jahre später war das Teilnehmerfeld um ein Beträchtliches größer. Über 60 junge Frauen aus 14 Nationen kämpften um die begehrten Podestplätze und begeisterten damit die anwesenden Zuschauer und Organisatoren. "Die Mädels werden immer besser, die Distanz zu den Männern wird kleiner", dies war die Meinung von vielen Anwesenden nach dem Wettbewerb.

Auch Edgar Gangster, Koordinator des internationalen Ski-Verband (FIS) und engagierter Förderer der Frauen-Disziplin, äußerte sich positiv über die gestiegene Qualität und Quantität des Damenskispringens in den vergangenen Jahren. "Wenn zehn bis zwölf Damen Chancen aufs Podest haben, dann ist das absolut spannend. Und Spannung zählt mehr als Weite", ist Gangster überzeugt. Auch der Schirmherr dieser Veranstaltung, Skisprunglegende Jens Weißflog, lobte die jungen Damen. "Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr. Und gerade weil die öffentliche Aufmerksamkeit noch nicht sehr ausgeprägt ist, ist die Leistung der Mädchen umso höher einzuschätzen."

Natürlich steigt auch langsam das öffentliche Interesse an dieser jungen Sportart, vor allem in so einen kleinen Ort, wie Pöhla. Da ist so ein Event der Höhepunkt eines Sportsommers und muss bis ins kleinste Detail durchorganisiert sein. Dies haben die Mitglieder des SV Fortuna Pöhla auch in diesem Jahr wieder prima gemeistert. Für die gute Organisation gab es von allen Seiten viel Lob, aber ohne Hilfe und Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen. Dafür möchten sich die Vereinsmitglieder noch einmal bei allen Sponsoren, allen ortsansässigen Geschäften, Vereinen, dem Bauhof und der Gemeinde Pöhla, sowie den vielen freiwilligen Helfern recht herzlich bedanken. Durch ihre Mithilfe konnte ein super Event durchgeführt werden.

Sehr begeistert waren auch viele von dem Rahmenprogramm und der abendlichen After-Show-Partie mit den musikalischen Hits der "Pöhlbachmusikanten". Auch wenn beim Softballwerfen um einen nagelneuen Corsa vom Autohaus Lein keiner der ausgelosten Glückspilze sechs Mal durch das geöffnete Seitenfenster traf, waren die meisten in einer ausgelassenen Feierlaune. Auch die Springerinnen mischten sich unter die Partiegäste. Die Österreichischen Mädels feierten mit einem gemeinsamen Tanz ihren Doppelerfolg an diesem Tag.

Wir hoffen, dass diese Veranstaltung den internationalen Skiverband auch in diesem Jahr überzeugt hat, und wir die Damen im kommenden Jahr wieder in Pöhla begrüßen können. Elfi Möckel

FIS Continental Cup 2008 in Pöhla – Wettkampf der Vierschanzentournee der Damen

Bereits zum siebenten Mal findet am 13.08.2008 ein Internationales Damenskispringen in Pöhla statt.
Nachdem im vergangenen Jahr die Vierschanzentournee der Damen ins Leben gerufen wurde, kann sich Pöhla, mittlerweile Teil der Großen Kreisstadt Schwarzenberg, freuen, erneut Tourneeort zu sein. Nicht zuletzt der Stadt Schwarzenberg mit ihren organisatorischen Möglichkeiten ist es zu verdanken, dass Pöhla dabei ist im Reigen der international bekannten Skisprungorte. Ausrichter der Vierschanzentournee sind neben Pöhla, Bischofsgrün im Fichtelgebirge, Bischofshofen in Österreich (ebenfalls Ausrichter der Vierschanzentournee bei den Herren) und Ramsau. 

Die Vierschanzentournee ist Bestandteil des FIS-Continental-Cup, vergleichbar mit dem Weltcup bei den Herren. Analog dem Herrenweltcup werden die Punkte im Continental-Cup vergeben. Für den Sieg gibt es 100 Punkte, Platz 2 bringt 80 Punkte ein, für Platz 3 gibt es 60 Punkte usw. Auch die Wertung der Vierschanzentournee erfolgt analog dem Herrenmodus. Durch Addition der Einzelergebnisse wird die Gesamtsiegerin ermittelt. Sämtliche Wettkämpfe, auch die Winterspringen, gehen in die Gesamtwertung des FIS Continental Cup Ski Jumping (Ladies) ein. Beginnen wird die Sommer-Tour am 10.August in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Pöhla wird die zweite Station sein. Das Finale der Sommertour findet in Liberec statt. Dies soll sogleich der Test für die Nordische Ski-WM werden, die bekanntlich 2009 in dem tschechichen Wintersportzentrum Station macht. Erstmalig werden die skispringenden Damen bei einem derart bedeutsamen Event dabei sein. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der kleinen Ausrichterorte, die das Damenskispringen in den letzten zehn Jahren wettbewerbsfähig gemacht haben. 

Magdalena Schnurr gewinnt auch zweites Springen
der 4-Schanzentournee 2008

Magdalena Schnurr vom SV Baiersbronn hat auch das zweite Springen der Vierschanzentournee der Damen in Pöhla gewonnen. Nach ihrem Auftaktsieg in Bischofsgrün am Sonntag setzte sie sich in Pöhla mit 1,6 Punkten Vorsprung knapp vor der Japanerin Izumi Yamada durch. Nur weitere 1,2 Punkte dahinter kam Vorjahressiegerin Jaqueline Seifriedsberger aus Österreich auf Platz 3. 

Vor knapp 2.000 Zuschauern komplettierten Jenna Mohr vom SC Willingen und Ulrike Gräßler com VSC Klingenthal mit den Plätzen 4 und 5 ein hervorragendes deutsches Ergebnis in einem sportlich hochklassigen Wettkampf. Zwischen Platz 1 und 7 lagen gerade einmal 6 Punkte Unterschied, in Indiz für die gestiegene Leistungsdichte im Damenskispringen. 

Glück hatten die Veranstalter auch 2008 mit dem Wetter. Bei lockerer Bewölkung und pünktlich zum Wettkampf abflauenden Wind hatten nahezu alle Starterinnen die gleichen Bedingungen. Nun reisen die Skispringerinnen nach Österreich, um in Bischofshofen die Tournee komplett zu machen.

FIS Continental Cup 2009 in Pöhla – Wettkampf der Vierschanzentournee der Damen

Zum mittlerweile achten Mal findet am 12.08.2009 ein Internationales Damenskispringen in Pöhla statt. Nach zwei erfolgreichen Durchgängen in den vergangenen Jahren findet die Vierschanzentournee der Damen auch in diesem Jahr seine Fortsetzung. Die Zusammensetzung der Tourneeorte hat sich jedoch verändert. Mittlerweile kann man nicht mehr, analog der Vierschanzentournee bei den Herren, von einer Deutsch-Österreichischen Tournee sprechen.

Erstmals überhaupt dabei, und auch sofort Station der Vierschanzentournee ist Oberwiesenthal. Finalort ist nun Lillehammer in Norwegen. Bischofshofen und Ramsau, beides bekannte Wintersportorte in Österreich, sind mittlerweile nicht mehr im Wettkampfkalender zu finden. Die Vierschanzentournee ist erneut Bestandteil des gesamten Continental-Cups. Es gehen sowohl die Sommerbewerbe als auch die Winterspringen in die Gesamtwertung ein. Wie bei den Herren im Weltcup werden 100 Punkte für den Sieg, 80 Punkte für den zweiten Rang und 60 Punkte für Platz drei vergeben. Die Staffelung wird weitergeführt bis zu einem Punkt für Platz 30.

Auch die Wertung der Vierschanzentournee erfolgt analog dem Herrenmodus. Durch Addition der Einzelergebnisse wird die Gesamtsiegerin ermittelt. Sämtliche Wettkämpfe, auch die Winterspringen, gehen in die Gesamtwertung des FIS Continental Cup Ski Jumping (Ladies) ein. Beginnen wird die Sommer-Tour am 08.August in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Pöhla wird die zweite Station sein.Von Pöhla aus reist der Tross die wenigen Kilometer Richtung Oberwiesenthal. Finalort ist der Olympiagastgeber von 1994, Lillehammer.

Magdalena Schnurr wiederholt Ihren Vorjahreserfolg in Pöhla

Von Katja Lippmann-Wagner - Freie Presse Aue-Schwarzenberg

Dem SV Fortuna Pöhla ist es gelungen, auch das achte von ihm ausgerichtete internationale Damenskispringen zu einem echten Höhepunkt werden zu lassen. Das Rezept scheint simpel: Denn eine solche Veranstaltung steht und fällt mit dem Wetter und den Zuschauern. Petrus war den Organisatoren am Mittwochabend hold, und Besucher hatte es zum Sprunglauf der Vierschanzentournee der Frauen ebenfalls reichlich an die Pöhlbachschanze gezogen. 2750 Schlachtenbummler feuerten die 57 Starterinnen aus 15 Nationen an.

"Die Euphorie ist mit der Größe des Starterfeldes und der Entwicklung der Veranstaltung gewachsen", freute sich Anja Epperlein, die Vorsitzende des SV Fortuna. Sie erinnert sich noch genau an den Anfang, als nur zehn Frauen über die Pöhlbachschanze gingen: "Auch da kamen Fans und feuerten die Damen an."In diesem Jahr gab es eine Premiere: Erstmals konnte eine Vorjahressiegerin ihren Erfolg wiederholen. Die 17-jährige Magdalena Schnurr vom SV Baiersbronn stand in Pöhla erneut auf dem obersten Treppchen. Eine Besonderheit stellt die Pöhlbachschanze für sie deswegen nicht dar. "Wenn ich gut drauf bin und im Frühjahr gut trainiere, komme ich mit jeder Schanze klar", sagte Schnurr. Die Anlage in Pöhla sei aus ihrer Sicht extrem klein. "Deshalb freue ich mich jetzt auf Oberwiesenthal, dort geht es endlich ans Fliegen. Da kommt es nicht nur auf den Absprung, sondern auch auf eine gute Flugtechnik an.

"Die Führende in der Vierschanzentournee-Wertung, Ulrike Gräßler vom VSC Klingenthal, belegte am Mittwochabend nach Rang 3 im ersten Durchgang letztlich Platz 4 und konnte sich vor Interview-Anfragen kaum retten. "Das ist ungewohnt", so Gräßler. Die Vogtländerin spürte sehr wohl, dass das erzgebirgische Publikum ganz besonders hinter ihr stand. Von "Heimvorteil" wollte sie aber nicht sprechen. "Viele Freunde und meine Familie sind an der Schanze, die Erwartungen entsprechend hoch." Doch sie habe von Anfang an betont, dass man realistisch bleiben müsse. "Dann fällt man auch nicht so tief. Im Sport gibt es eben nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen." Begeistert zeigte sich Ulrike Gräßler vom Publikum: "Es ist gut besucht, die Stimmung super." Auf ähnliche Unterstützung hofft die Vogtländerin auch bei den Springen heute ab 17 Uhr und morgen ab 13 Uhr in Oberwiesenthal. "Ich freue mich auf die größere Schanze, obwohl sie schwieriger ist.

"Letzteres sieht Elisa Gronau vom WSV Bad Freienwalde nicht ganz so: "In Pöhla ist der Anlauf schwierig, sehr steil und der Tisch relativ lang. Da muss ich aufpassen, dass ich nicht zu früh abspringe", so die 19-Jährige. Bereits 2008 war sie zum Training im Erzgebirge. Sommerspringen bevorzuge sie, weil sie aus dem Flachland komme. "Die Schanzenanlage in Pöhla ist in einem guten Zustand, doch sie müsste ein bisschen größer sein.

"Der ehemalige Weltklasse-Springer Jens Weißflog bricht indes eine Lanze für die kleineren Bakken. "Die Frauen sind noch nicht soweit, dass sie nur von großen Schanzen springen müssen. Sehr viele junge Athletinnen würden dann sogar auf einen Start verzichten." Deshalb hofft Weißflog, dass der Wettkampf in seinem Heimatort auch künftig bei den Damen eine Chance hat und spricht damit Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer aus dem Herzen: "Die Angst, den Wettkampf zu verlieren, schwingt immer mit. Doch Organisation und Stimmung werden immer wieder von den Trainern, Funktionären und natürlich von den Sportlerinnen hoch gelobt." Das wollen die Stadt und der SV Fortuna auch fürs kommende Jahr in die Waagschale werfen.

FIS Cup (Ladies) 2010 in Pöhla

Zum zweiten Sprunglauf im Rahmen der Sommertour im Damenskispringen begrüße ich sie an der Pöhlbachschanze ganz herzlich. Zum neunten Mal ist Pöhla mittlerweile Station des FIS-Ladies-Cup. Aufgrund der Schanzengröße ist man nicht mehr berechtigt, den Titel „Continental Cup“ zu führen, weil auch das Damenskispringen in seiner Entwicklung nicht stehen bleibt und gewisse Rahmenbedingungen zu erfüllen hat, um 2014 endlich olympisch werden zu können. Dazu zählt auch die Schanzengröße. Der Attraktivität der Pöhlaer Veranstaltung sollte dies jedoch keinen Abbruch verleihen. Pöhla kann eine gute Organisation vorweisen und hat die mit Abstand besten und meisten Zuschauer der gesamten Tour. Dies war letztlich der Grund, auch weiterhin die besten skispringenden Damen der Welt in Pöhla starten zu lassen. 

Der SV Fortuna Pöhla freut sich natürlich, auch weiterhin als Ausrichterort dabei zu sein. Der Internationale Skiverband hat bereits zu Beginn des Jahres, die Zusage für die nächsten drei Jahre erteilt. Unser Gruß gilt deshalb vor allem den aktiven Springerinnen aus dem In- und Ausland, den vielen ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren, sowie allen Zuschauern. Nicht zuletzt ermöglicht wurde die Veranstaltung vor allem durch das finanzielle Engagement vieler regionaler Sponsoren. Auch ihnen gilt unserer herzliches Dankeschön. In diesem Sinne wünsche wir allen einen interessanten sportlichen Wettbewerb und den Teilnehmerinnen viel Erfolg!

Coline Mattel (FRA) siegt erstmals in Pöhla

Von Katja Lippmann-Wagner - Freie Presse Aue-Schwarzenberg

Die 16-jährige Skispringerin Franziska Schubert aus Pöhla hatte am Mittwochabend ein Heimspiel. Denn über "ihre" Pöhlbachschanze ging ein internationaler Wettkampf.

Die Organisatoren vom SV Fortuna hatten zwar im Vorfeld einen Dämpfer bekommen, weil Pöhla aufgrund der vergleichsweise kleinen Schanze keine Continental-Cup-Station mehr ist. Doch niemand steckte den Kopf in den Sand. Vielmehr bereiteten die Fortunen engagiert ein hochkarätiges internationales Damenspringen vor.

Und bei jenem startete eben auch Lokalmatadorin Franziska Schubert. So richtig genießen konnte sie das indes nicht. Die Anspannung war ihr selbst nach dem zweiten Durchgang noch anzumerken. "Das ist schon komisch, im Auslauf stehen so viele Freunde und Verwandte", sagte sie eher schüchtern. Auch dass ihr die Herzen der 600 Zuschauer regelrecht zuflogen und der Beifall bei ihren Sprüngen besonders groß war, nahm die Athletin kaum wahr. "Wenn ich oben auf dem Balken sitze, schalte ich vollständig ab, bin hoch konzentriert", so Schubert. Doch nach der Landung hatte sie viel zu tun, schrieb fleißig Autogramme.

Unter den begeisterten Skisprunganhängern war auch der Bürgermeister von Bischofsgrün, Stephan Unglaub: "Wir Kleinen müssen einfach zusammenhalten." Ihm ist durchaus klar, dass eines Tages auch sein Ort aus dem Continental-Cup-Wettbewerb gestrichen werden könnte. "Hier in Pöhla wurde der Cup aus der Taufe gehoben. Das Erzgebirge war Geburtshelfer, deshalb darf der Ort diesen internationalen Wettkampf nicht verlieren", erklärte Unglaub und ergänzte: "Pöhla ist ein hoch qualifizierter Partner. Gern haben wir mit Oberwiesenthal die deutsche Sommertournee der Damen ins Leben gerufen." In deren separate Gesamtwertung fließen je zwei Wettkämpfe in Bischofsgrün und Oberwiesenthal sowie das Springen in Pöhla ein.

Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer jedenfalls findet, dass der Wert der Veranstaltung durch den Verlust des Cup-Status' keineswegs gemindert wurde. Mit Sylvia Hauber und Christian Schreyer bereicherten zwei Mitarbeiter aus ihrem Haus zudem das Organisationskomitee. "Finanziert wird das Ganze aus Sponsorengeldern, den Einnahmen aus Eintritt und Versorgung sowie einem Zuschuss der Stadt", erläuterte Hauber.

Die strengen Regularien des internationalen Skiverbands gelten natürlich auch in Pöhla. Dazu gehören die bauliche Zulassung der Schanzenanlage, die Auszahlung von Preisgeld und die Organisation von Übernachtungsmöglichkeiten. Die viertplatzierte Melanie Faist aus Baiersbronn jedenfalls ist sehr gern in Pöhla: "So viele begeisterte Zuschauer - das macht einfach Spaß."