Turnen

Auf Paukenschlag

folgt Kanonendonner

13. August

20 Jahre Ladies Cup Pöhla

Mit Kanonendonner, der auf einen absoluten Paukenschlag folgte, ist der 20ste LADIES Cup am Mittwoch zu Ende gegangen. Mit dem Gunfire des Pöhlaer Schützenvereins wurde das Finale einer Sportveranstaltung eingeläutet, die man zu den „best ever“ zählen kann.


Dass das Jubiläum was Besonderes werden sollte, konnte man erahnen. Dass jedoch gegen 18.00 Uhr bereits akute Getränkeknappheit herrscht, war der Höhepunkt eines denkwürdigen Mittwochabend. Grund waren weit über 1.000 Zuschauer, die es in den Schanzengrund zu Pöhla gezogen hatte.
15 Starterinnen hatten 2002 begonnen, in Pöhla ein Tradition zu manifestieren und eine bis dahin exotische Sportart zu etablieren. Sieben der damaligen Teilnehmerinnen waren der Einladung des Vereins gefolgt, gipfelnd in der Teilnahme der US-Amerikanerinnen Alissa Johnson und Jessica Jerome. Die sich in die Flieger in Salt Lake City und Chicago gesetzt hatten, um dem Ruf aus Pöhla zu folgen. Jerome war 2002 Dritte geworden. Auch Eva Ganster, eine der Wegbereiterin dieses Sports und Tochter des Mannes der ersten Stunde, Dr. Edgar Ganster, kam extra aus Lech am Arlberg ins Erzgebirge. Genauso wie Ulrike Gräßler, Stefanie Krieg und die Erzgebirgerin Kristin Schmidt, die tatkräftig beim Zusammentrommeln der Gäste unterstützte.


Betreut wurden die Springerinnen von Jens Weißflog, „dem Idol meiner Jugend“ wie Eva Ganster am Abend beiläufig vermeldete. Eva war 15jährig Vorspringerin in Lillehammer 1994. Mittlerweile ist Pöhla DER Veranstaltungsort für Damenskispringen. Nirgendwo auf der Welt werden skispringende Damen so zahlreich und euphorisch unterstützt.


Auch am Mittwoch als weit über 1.000 Zuschauer begeistert dem Springen folgten und eine Stimmung erzeugten, aber auch den Ehrengästen von 2002 ein unvergleichlichen Empfang bereiteten. Die es auch entsprechend emotional aufnahmen und aus dem Staunen nicht heraus kamen.


Mit einem Doppelsieg (auch Donnerstag) der Französin Lilou Zepchi fand die Veranstaltung auch einen würdigen sportlichen Höhepunkt. Mit Weiten von 65 und 65.5 Metern am Donnerstag, 4 Luken unter Maximum, wurde die Schanze nahezu ausgesprungen.


Möglich geworden durch einen Nacht- und Nebeleinsatz der Fortunen, die in fünf Tagen eine alte Anlaufspur runter gerissen und eine neue wieder drauf geschraubt hatten. Mit Unterstützung der Profis von Peter Riedel Sports Technology.


Die Euphorie dieser Wahnsinnsaktion konnte in die Veranstaltung transportiert werden und die ausführenden Akteure dem Verein, dem Dorf, einer ganzen Region eine Sternstunde bieten. „Sowas geht nur in Pöhla“ war die Meinung des Koordinators AlpenCup, Jürgen Winkler. Auf Basis Ehrenamt dürfte das stimmen. Ein denkwürdiger Abend, ein Kanonen- und Paukenschlag. Eine Sternstunde der Pöhlaer Vereine, auf Schützen und die Feuerwehr.

Ergebnis Mittwoch

Ergebnis Donnerstag